2 Comments

  1. Atomaffe
    6. Januar 2014 @ 10:58

    Sehr wahre Worte.
    Ich bin genau einer jener LTE-Betroffenen, die offiziell zu den mit Breitband-Versorgten gezählt werden. Homeoffice geht aber trotzdem nur im Ausnahmefall, und für Dienste wie Watchever müsste ich im Prinzip doppelt zahlen, wenn ich sie denn nutzen wollte.

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  2. Wolfgang
    6. Januar 2014 @ 17:02

    Seit April wohnen wir auf so einem abgelegenen ehemaligen Bauernhof. Wir wussten, worauf wir uns einlassen. Ärgerlich ist es trotzdem: Ich kann aus genau einem DSL-Anbieter auswählen, bezahle dort ein DSL6000, weil es kleiner als Business-DSL nicht mehr gibt und bekomme 1.2 Mbit/s down und 160 kbit/s up geliefert. Mehr gibt die Leitung nicht her, ich war bei der Messung neben dem Techniker gestanden und habe mit auf das Messgerät geschaut. Wozu ist man vom Fach 🙂 Mobilfunkempfang ist in der Wohnung so gut wie gar keiner (jedenfalls kein deutsches Netz, wir wohnen an der Grenze zu Österreich) und außerhalb des Gebäudes Edge. Passende Witterung vorausgesetzt. Für zwei Freiberufler reicht das DSL, um Dinge zu recherchieren, Social Media zu befüttern und Mails zu machen. Auch die meisten Online-Services funktionieren. SIP/Skype geht, solange der andere nicht gerade einen dicken Download macht, Youtube geht meistens auch, wenn der andere gerade mal kein Internet braucht. Ich bin dazu übergegangen, Youtube-Videos runter zu laden und dann in Ruhe und ohne Ruckeln offline anzuschauen. Bilder werden nicht ausschließlich aber überwiegend nachts hochgeladen, genauso große Files. Selbes für große Downloads (z. B. ISO-Images). Oder ich warte mit den unwichtigen Sachen, bis ich das nächste Mal bei einem Kunden mit dickem Anschluss bin und dort das Netz benutzen darf. Man lernt schnell die Kommandozeilenoptionen (Linux), um bei Up- und Downloads die Bandbreite zu begrenzen, die ein Programm benutzt. Gerade bei großen Dateien (Vortragsvideos, lange Podcasts) ist das hilfreich, um „nebendran“ noch arbeiten zu können. Was gar nicht geht: Videokonferenzen und Teamviewer-Sessions. Ersteres wegen der Bandbreite, zweiteres wegen der Latenz.

    Meine Befürchtung bleibt, dass die in Bayern gelegentlich bis häufig verkündete Breitbandinitiative auch weiterhin überwiegend bis ausschließlich in Ballungsräumen statt finden wird. LTE hin oder her. Seit etwa einem halben Jahr beteilige ich mich aktiv am Netmeterproject [1], die Netzabdeckung hier im Umkreis ist abenteuerlich. Und ich nutze schon das Mobilfunknetz der Telekom, weil man der nachsagt, dass sie gerade auch am Land die beste Abdeckung von allen Anbietern hat.

    Die anderen Vorteile, abseits einer Großstadt zu wohnen wiegen für uns das Breitbandproblem aber mehr als auf. Zumindest noch 🙂

    [1] http://de.netmeterproject.com/

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