Auf dem Ponyhof wird nicht diskutiert

Autor: Sascha Nieroba || Datum: 20. Januar 2014 || Thema: Tipps

Kreativität ist kein demokratischer Prozess. Steile These, keine Frage. Leider erlebe ich das in kleinen Unternehmen immer wieder. Da geht es um Namensfindung für Produkte, für Leistungen, um Headlines auf Websites, um Logos, um die Optik von Briefpapier, um die Farbgestaltung von Flyern. Anstatt der Einschätzung der Profis zu vertrauen, werden verschiedene Vorschläge der Belegschaft zur Diskussion gestellt. Oder, was noch schlimmer ist: zur Abstimmung. Der Kreative bekommt als Feedback eine Strichliste mit einem Kreuzchen an der Alternative mit den meisten Stimmen. Das ist dann selten die aus professioneller Sicht beste Lösung, sondern manchmal gar ein Eigengebräu der Mitarbeiter.

Das wäre alles nicht so tragisch, wenn dann nicht die Geschäftsführung die Meinung eines Teils der Belegschaft auf ganz Deutschland hochrechnete. Ach, so was gibt es doch gar nicht? Aber sicher gibt es das!

Wenn dasselbe Unternehmen seine Bürogebäude erweitern wollte, käme niemand auf die Idee, Material und Technik zur Diskussion zu stellen, geschweige denn über die Bauweise abstimmen zu lassen. Ob das Gebäude nun physisch gebaut wird oder dem Unternehmen ein virtuelles Zuhause, sollte hier keinen Unterschied machen. Vertraut der Fachfrau, glaubt dem Fachmann, lasst euch in Gesprächen überzeugen. Mit Argumenten, nicht mit Strichen. Kreation ist kein Voting. Wer ist dafür?

Lassen Sie uns einen Kaffee trinken!

Frisch aufgebrüht aus handgemahlenen Bohnen, Pads, Kapseln oder aber der gute, alte Bröselkaffee zum Aufgießen: Es wird alles getrunken! Und wenn die Unterhaltung dann noch nett ist, brauchen wir auch keine Kekse.

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