Der Kunde ist König. Konstitutionell.

Autor: Sascha Nieroba || Datum: 5. Februar 2014 || Thema: [Responsive] Branding

„Bei mir bekommt der Kunde immer, was er will.“ Schöner Satz, oder? Geht jedem Auftraggeber runter wie Öl. Im Jahr 2014 wie etwas ranziges Öl. Aber es flutscht. Schließlich bezahlt er ja dafür. Aber: Muss das so?

Nein.

Der Kunde ist König, weil er eine Dienstleistung kauft. Diese bekommt er serviert mit allen Schikanen und Sahnehäubchen. Das hat er verdient. Dafür sind wir da, wir Dienstleister. Aber müssen wir ihm dann auch noch Honig um den Mund schmieren? Alles machen, was er will? Uns krumm machen? Oder zum Vollhorst? Immer da sein, wenn er anruft? Samstagabends? Uns Sonntagmittag via Facebook kontaktiert? Get real!

Klar sollten wir den Knigge in der Hosentasche haben (was voraussetzt, dass wir auch bei Terminen immer mindestens eine Hose tragen, obenrum auch gerne Stoffliches). Höflich sein. Zuvorkommend. Dienst leistend. Aber wir dürfen dem Kunden auch klar und deutlich mitteilen, wenn er sich auf dem Holzweg befindet. Oder ihn zu beschreiten im Begriff ist. Und dann müssen wir nicht mitgehen. Wir sind schließlich Hofnarren. Narrenfreie Vortänzer. Vogelfreie Kreative. Verhalten wir uns endlich auch wie welche!

Lassen Sie uns einen Kaffee trinken!

Frisch aufgebrüht aus handgemahlenen Bohnen, Pads, Kapseln oder aber der gute, alte Bröselkaffee zum Aufgießen: Es wird alles getrunken! Und wenn die Unterhaltung dann noch nett ist, brauchen wir auch keine Kekse.

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