Es ist nichts mehr sozial an „Social Media“

Autor: Sascha Nieroba || Datum: 9. Februar 2016 || Thema: Digitalien

Geht es euch genauso? Sobald irgendwer die Idee zu einer neuen Community hat, einem Netzwerk, einer Plattform, also irgendeinem digitalen Ort, an dem sich Menschen über was auch immer austauschen können, zähle ich die Minuten, bis die ersten Superdupercontentheroes die 12-Schritte-zum-Marketingerfolg-auf-XXX-Infografik in ihre Timelines blasen. „Reputation Management“, „Content Marketing“, „Storytelling“ sind zu reinen SEO-Buzzwords verkommen. Öffnet irgendwo ein neues „soziales“ Netzwerk, kommen die Social-Media-Marketer in Horden wie Moränen aus ihren Löchern geschossen und zerstören binnen Tagen jeglichen „sozialen“ Charakter. Sofort wird abgecheckt, welche Marke sich wie bei welchen „Stakeholdern“ profilieren und ihren Spam mit einer abgesägten Shotgun in die Massen blasen kann.

Leute, verzieht euch!

Seien wir doch ehrlich: Es gibt weltweit (!) nur ganz, ganz wenige Marken, die zum Beispiel auf Facebook interessant genug sind, um alles zu lesen, was die so in die Chronik spülen. Aktuelles, Making-ofs, Behind-the-Scenes, zum Beispiel. Mullu-mullu-Likebait-Fragen, Eigenwerbung, schnöde PR, all das wird doch von Fans gar nicht mehr wahrgenommen. Wenn dann Facebook auch kein Rückkanal ist, auf dem man Antworten erhält, kann die Seite weg. Niemand wird sie vermissen. Nur eben die Agenturen, die für den Betrieb bezahlt worden sind.

Die meisten Unternehmen haben nichts zu erzählen. Viele wollen gar nicht. Dann zwingt sie auch nicht dazu! Erfindet doch bitte keine Geschichten, wo es keine gibt. Wer ehrlich berät, muss auch sagen können: Nein, ihr braucht keine Facebook-Seite. Ihr müsst nicht instagrammen oder pinteresten oder twittern. Investiert in eine gute, aktuelle Website. Setzt auf eine attraktive Bildsprache. Und lasst einen Texter ran.

Und wenn es doch etwas zu erzählen gibt?

Dann erzählt es uns. Aber, bitte, liebe Marketing-Experten, verschont uns mit all diesem „Stakeholder“-Geschwaller. So redet doch niemand wirklich. Nur weil es bestimmte Worte gibt, muss man sie nicht verwenden. Niemand hat was gegen interessante Informationen, gegen witziges Wissenswertes, aber auf sinnlose Einzeiler mit zehn Hashtags können wir verzichten. Ganz ehrlich!

Lassen Sie uns einen Kaffee trinken!

Frisch aufgebrüht aus handgemahlenen Bohnen, Pads, Kapseln oder aber der gute, alte Bröselkaffee zum Aufgießen: Es wird alles getrunken! Und wenn die Unterhaltung dann noch nett ist, brauchen wir auch keine Kekse.

Eigentlich hätte ich hier gerne ein Kontaktformular. Aber der Aufwand für die DSGVO und das ständige Löschen der Spamscherze sind mir zu blöd, genauso wie Captchas und doppelt und dreifache Opt-ins und -outs.

Also bitte einfach die üblichen Kontaktmöglichkeiten nutzen: hallo[at]nagelundkopf.de oder unter 0176 97661348 anrufen.

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nagel&kopf (gilt auch für die Facebook-Seite)

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sascha nieroba

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über mich.

Strategietexter, Marketingreferent, Journalist, Autor. Papa. Geek. Läufer. Sänger. Bester Freund meines Hundes. Mag Trash-Filme, Gitarrenmusik, Bücher aus Papier und jede Form von Kaffee. Älter als AOL.

hünxe.

Ernsthaft? Ist das noch Land oder schon Dorf? Es ist beides. Und Wald. Viel Wald. Und herrlich. Vor allem ist es noch im wunderschönen Ruhrpott, auch wenn sich die Leute hier manchmal ein wenig vertun mit dem Niederrhein. Hinfahren, angucken, auf ‘nen Kaffee reinschneien und fachsimpeln. Themen gibt es hier genug. Und wer mich woanders braucht: Ich bin in einer Stunde in Köln oder Düsseldorf, in dreieinhalb Stunden in Hamburg oder Frankfurt, in sechs Stunden in München oder Paris.