Konsistenz, Konsistenz, Konsistenz

Autor: Sascha Nieroba || Datum: 12. Februar 2014 || Thema: [Responsive] Branding

Kommunikation kennt keine Grenzen. Oder doch? Mir scheint’s, dass ja. Vor allem die Grenze zwischen „offizieller“ Öffentlichkeitsarbeit und dem „Rest da auf diesem Facebook“ scheint für manche Unternehmen unüberbrückbar. Kommunikationsschluchten. Stacheldrähte, an denen Corporate Communications hängen wie Bettlaken an der Wäscheleine der Weiße-Riese-Werbung. Falls die noch jemand kennt. (Würde gerne den alten Werbespot einbetten, aber ich habe Angst, dann von der GEMA belangt zu werden.)

Ich mache das mal konkret: Wenn ein Hersteller hochwertiger Hi-Fi-Komponenten im edlen Lifestyle-Segment Fuß fassen will, auf Hochglanz-Optik mit üblichem Weißraum in seinen Broschüren achtet, die Bildsprache fast durchgängig nur Produkte zeigt und maximal mal generische Fotomodels irgendeiner Agentur, dann kann das Unternehmen nicht plötzlich lustige Katzen-GIFs auf Facebook posten. Auch nicht mit der Begründung, dass bestimmt ein paar Fans den Like-Button drücken. Denn wichtig ist hier der Blick über den Tellerrand und die Frage: Welches Ziel wird mit diesen Katzen-Pics verfolgt? Würde der direkte Mitbewerber das genauso machen? Passte der Post so auch in die Pressearbeit? Oder anders: Bleibt die Außendarstellung dadurch konsistent? Ist die Marke so gefestigt, dass sie Ausfälle verkraften kann? Und das hat gar nichts mit Stock im Pöter oder grober Humorlosigkeit zu tun, sondern mit konsequenter Markenführung.

Ein anderes Beispiel: Nehmen wir eine Musikzeitschrift, die seit Jahrzehnten getreu dem Motto „Von Fans für Fans“ handelt und das immer und immer wieder postuliert. Und dann knallt’s personell in der Redaktion, langjährige Mitarbeiter, Identifikationspersönlichkeiten, verlassen den Verlag – und die Fans laufen Sturm. Was passiert? Erst mal gar nichts. Der vermeintlich Fan-nahe Verlag öffnet Spekulationen Tür und Tor. Vom freundschaftlichen Verhältnis ist nichts mehr zu spüren. Und dann gibt es eine Erklärung aus dem Bullshit-Bingo-Handbuch für angehende Führungskräfte, die gespickt ist mit nichtssagenden Floskeln. Das geht nicht! Gerade in solchen Krisensituationen muss die Kommunikation konsistent sein. Auf Augenhöhe wie zuvor, nicht von oben herab. Dadurch werden nicht nur Sympathien zerstört, es leidet auch das Markenversprechen.

Und damit der Grundgedanke nicht untergeht, hier noch einmal zum Ausschneiden und Aufhängen:
Konsistenz, Konsistenz, Konsistenz!

Lassen Sie uns einen Kaffee trinken!

Frisch aufgebrüht aus handgemahlenen Bohnen, Pads, Kapseln oder aber der gute, alte Bröselkaffee zum Aufgießen: Es wird alles getrunken! Und wenn die Unterhaltung dann noch nett ist, brauchen wir auch keine Kekse.

Eigentlich hätte ich hier gerne ein Kontaktformular. Aber der Aufwand für die DSGVO und das ständige Löschen der Spamscherze sind mir zu blöd, genauso wie Captchas und doppelt und dreifache Opt-ins und -outs.

Also bitte einfach die üblichen Kontaktmöglichkeiten nutzen: hallo[at]nagelundkopf.de oder unter 0176 97661348 anrufen.

impressum

nagel&kopf (gilt auch für die Facebook-Seite)

copywriting | brand strategy


sascha nieroba

am mühlenbach 22

46569 hünxe

mailto: hallo@nagelundkopf.de

fon: 0176 97661348

über mich.

Strategietexter, Marketingreferent, Journalist, Autor. Papa. Geek. Läufer. Sänger. Bester Freund meines Hundes. Mag Trash-Filme, Gitarrenmusik, Bücher aus Papier und jede Form von Kaffee. Älter als AOL.

hünxe.

Ernsthaft? Ist das noch Land oder schon Dorf? Es ist beides. Und Wald. Viel Wald. Und herrlich. Vor allem ist es noch im wunderschönen Ruhrpott, auch wenn sich die Leute hier manchmal ein wenig vertun mit dem Niederrhein. Hinfahren, angucken, auf ‘nen Kaffee reinschneien und fachsimpeln. Themen gibt es hier genug. Und wer mich woanders braucht: Ich bin in einer Stunde in Köln oder Düsseldorf, in dreieinhalb Stunden in Hamburg oder Frankfurt, in sechs Stunden in München oder Paris.