Man muss den Kunden abholen, wo er ist – mit einem kräftigen Tritt

Autor: Sascha Nieroba || Datum: 1. Februar 2014 || Thema: [Responsive] Branding

In letzter Zeit begegnen mir immer wieder Freelancer (und selbst in Agenturen soll so was vorkommen), die ihren Kunden nach dem Mund reden. Da werden Ideen kleingeredet, weil „der Kunde nicht so spontan“ ist. Mutige Kampagnen werden dem Kunden erst gar nicht vorgestellt, er sei „ja eh nicht der Typ dafür“. Sagt mal, geht’s noch?

Natürlich ist es richtig, dass man seinen Kunden da abholen muss, wo er gerade herumsteht. Sonst kommt er nicht mit. Weil er ja nicht da ist, wo man losfährt. Wir verstehen uns. Aber manchmal muss man seinen Kunden auch mit einem gepflegten Tritt zärtlich aus der betriebsblinden Lethargie wecken. Zum Beispiel dann, wenn er das Marketing seines Vertrieblers „mit über 30 Jahren Berufserfahrung“ sehr zu schätzen weiß und übersieht, dass jener tief in den Achtzigern steckengeblieben ist. Den müsste man dann schon losmeißeln, wollte man ihn mitnehmen.

Auf gut Deutsch nennt man das dann „Beratungskompetenz“. Man darf als Kreativer gerne auch mal unbequem sein. Und quengeln. Wenn ihr gut seid in dem, was ihr macht, könnt ihr euren Kunden überzeugen. Und ertragt tapfer gemeinsam mit ihm die Geburtswehen einer grandiosen Idee.

Und wenn nicht? Tragt es mit Fassung. Und dann blickt in den Spiegel, prostet euch zu und seid stolz darauf, es zumindest versucht zu haben.

Lassen Sie uns einen Kaffee trinken!

Frisch aufgebrüht aus handgemahlenen Bohnen, Pads, Kapseln oder aber der gute, alte Bröselkaffee zum Aufgießen: Es wird alles getrunken! Und wenn die Unterhaltung dann noch nett ist, brauchen wir auch keine Kekse.

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