Wann bucht man einen Texter?

Autor: Sascha Nieroba || Datum: 14. Januar 2014 || Thema: Tipps

Die kurze Antwort lautet: So früh wie irgend möglich. Es geht der Irrglaube, dass der Texter erst dann ins Spiel kommt, wenn zum Beispiel Design, Menüführung und Inhalte einer Website feststehen oder das Layout einer Imagebroschüre bereits fertig vorliegt. Erfahrungsgemäß ist das zu spät. Damit tut man dem Projekt keinen Gefallen. Und dem Texter schon gar nicht.

Denn: Texter sind immer auch Konzeptionsexperten. Sie entnehmen dem gesamten vorliegenden Material alle nötigen und unentbehrlichen Details, erfragen alles Fehlende (davon gibt es meistens mehr, als Unternehmen oder andere Auftraggeber vermuten) und destillieren daraus einen hochprozentigen Infoschnaps. Doch um ihn wirklich wohlschmecken zu lassen, fügen Texter in wohl dosiertem Maße hier und etwas Limo, Saft, Eis und und manchmal auch ein klitzekleines bouquet garni hinzu. Das Ganze wird in einem passenden Gefäß serviert.

Das Gleichnis dürfte klar sein: Wenn der Cocktail schon angerichtet ist, bleibt dem Texter nur der Schnaps. Ist das Glas zu voll, wird der Cocktail langweilig und fad, ist das Glas noch zu leer, haut der Drink jeden aus den Socken. Und manchmal passen auch die Zutaten überhaupt nicht zueinander und das Ergebnis ist ein fürchterliches Gesöff zum Wegschütten.

Texter sollten also bereits zu Beginn eines Projektes an die Theke gebeten werden. Trinkfest genug, schaffen sie mit einem Art-Partner ein herrlich genießbares Gebräu, eine gefällige Broschüre, eine logisch aufgebaute Website mit nachvollziehbarer Nutzerführung und sogar Kataloge, die man nicht mehr aus der Hand legen mag.

Lassen Sie uns einen Kaffee trinken!

Frisch aufgebrüht aus handgemahlenen Bohnen, Pads, Kapseln oder aber der gute, alte Bröselkaffee zum Aufgießen: Es wird alles getrunken! Und wenn die Unterhaltung dann noch nett ist, brauchen wir auch keine Kekse.

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