Wer einen Blogger-Kodex braucht, sollte auch einen Agentur-Kodex haben

Autor: Sascha Nieroba || Datum: 19. Februar 2014 || Thema: Social Relations

Die Hamburger von achtung! haben einen Blogger-Knigge entwickelt, der Agenturen im Umgang mit dem bisweilen recht schwierigen Häuflein von Bloggern helfen soll. Das ist löblich. Die Idee wird nun weitergetragen und von Bloggern ergänzt und kommentiert. Auch das ist gut und notwendig. Aber darum soll es hier nicht gehen.

Ich möchte den Spieß umdrehen und einmal einige Punkte listen, die Blogger im Umgang mit Unternehmen und Agenturen beachten dürfen. Ungeordnet in der Reihenfolge und beileibe nicht komplett, nur mal so als Denkanstoß.

Der Agenturen-Kodex

Du bist nicht der Nabel der Welt
Selbstbewusstes Auftreten ist lebenswichtig für ein Blog. Man muss sich den Schimmer von Relevanz geben. Und oftmals vertreten Blogs fundierte Meinungen. Aber man darf sich nicht von seinem eigenen Glanz blenden lassen. Es gibt Unternehmen hier in Deutschland, die kennen weder Caschy noch einen der Mobilegeeks. Obwohl sie müssten.

Wer fordert, muss auch liefern
Von Agenturen wird professionelles Arbeiten gefordert. Auch wenn es sich bei manchen Querulanten anhört wie die trotzige Forderung nach Bauchpinselei. Wer professionell behandelt werden möchte, sollte selbst ebenso agieren. Unübersichtliche Blogs ohne klare rote Linie, in deren Beiträgen sich Stilblüten mit Rechtschreib- und Grammatikfehlern ein heißes Rennen liefern, fallen schon dadurch durchs Raster.

Wissen, was du willst
Das muss nicht nur der geneigte Blogger selbst, sondern er muss es auch nach außen kommunizieren. Ein Unternehmen muss zum Beispiel bei einem Produktblogger erkennen können, ob dieser eher seine Meinung kundtut oder so objektiv wie möglich rezensiert. Und wie er das macht. Respektloses Ranten disqualifiziert ebenso wie dummes Nach-dem-Mund-reden. Dann kann die Agentur gleich generische Besprechungen versenden.

Halte dich an Absprachen
Schenkt dir eine Agentur ihr Vertrauen, enttäusche es nicht. Hier geht es auch aus der Richtung der Blogs um Beziehungsarbeit. Absprachen müssen eingehalten werden, von Agenturen UND Blogs.

Bleib locker
Wenn alle gesunden Menschenverstand walten lassen und sich gegenseitig mit Respekt behandeln, wenn Transparenz herrscht und jeder weiß, woran bei seinem Gegenüber ist, können wir irgendwann auf jegliche Kodizes verzichten. Wir sollten also mal locker durch die Hose atmen und eine PR-wirksame Aktion sein lassen, was sie ist: eine PR-Aktion. Wenn auch eine mit Sinn.

Lassen Sie uns einen Kaffee trinken!

Frisch aufgebrüht aus handgemahlenen Bohnen, Pads, Kapseln oder aber der gute, alte Bröselkaffee zum Aufgießen: Es wird alles getrunken! Und wenn die Unterhaltung dann noch nett ist, brauchen wir auch keine Kekse.

Eigentlich hätte ich hier gerne ein Kontaktformular. Aber der Aufwand für die DSGVO und das ständige Löschen der Spamscherze sind mir zu blöd, genauso wie Captchas und doppelt und dreifache Opt-ins und -outs.

Also bitte einfach die üblichen Kontaktmöglichkeiten nutzen: hallo[at]nagelundkopf.de oder unter 0176 97661348 anrufen.

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sascha nieroba

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über mich.

Strategietexter, Marketingreferent, Journalist, Autor. Papa. Geek. Läufer. Sänger. Bester Freund meines Hundes. Mag Trash-Filme, Gitarrenmusik, Bücher aus Papier und jede Form von Kaffee. Älter als AOL.

hünxe.

Ernsthaft? Ist das noch Land oder schon Dorf? Es ist beides. Und Wald. Viel Wald. Und herrlich. Vor allem ist es noch im wunderschönen Ruhrpott, auch wenn sich die Leute hier manchmal ein wenig vertun mit dem Niederrhein. Hinfahren, angucken, auf ‘nen Kaffee reinschneien und fachsimpeln. Themen gibt es hier genug. Und wer mich woanders braucht: Ich bin in einer Stunde in Köln oder Düsseldorf, in dreieinhalb Stunden in Hamburg oder Frankfurt, in sechs Stunden in München oder Paris.