In eigener Sache: „Content Marketing“ beim Online Marketing Day
Autor: Sascha Nieroba || Datum: 8. März 2016 || Thema: [Responsive] Branding
Meine Herr'n, jetzt geht's hier auch noch um Content Marketing! Und dann auch noch öffentlich beim Online Marketing Day auf dem Rittergut Remeringhausen in Stadthagen am 7. Mai 2016. Und dann auch noch so schamlos beworben! Ja, bin ich denn von allen guten Geistern verlassen? Ja, natürlich, aber das ist doch nichts Neues.
double or nothing, namentlich Chefin Kerstin Thieler, mit der ich seit einiger Zeit immer mal wieder und sehr gerne zusammenarbeite, hatte die Idee zum Marketing-Tag. Vorbilder gibt es ja einige, und als sie mich fragte, ob ich nicht ein paar Minuten vor Publikum sprechen möchte, sagte ich beinahe spontan zu. Warum auch nicht? Und warum auch nicht zum Thema Content Marketing, wo ich doch seit fast zwanzig Jahren nichts anderes mache als Inhalte zu produzieren?
Die Diskussion ist aktueller denn je, das könnt ihr auf wuv.de nachlesen, da ist alles dabei, von der "Content-Lüge" bis zum "Heiligen Gral":
Thomas Strerath über die Content-Lüge
(Als Werber hält er Content Marketing für überschätzt, weil Zielgruppen mit Content zugemüllt würden - und klingt ein bisschen beleidigt, weil Menschen an sich werbeübersättigt sind. Das ist natürlich verkürzt, lest einfach seinen Beitrag, genau wie die anderen.)
Thomas Knüwer über Content Marketing: Deutsche Werber haben es noch nicht begriffen
(Er wiederum findet Content Marketing total knorke, was eventuell damit zu tun hat, dass seine Agentur damit Geld verdient.)
Bernhard Fischer-Appelt: Content Marketing ist keine Lüge und kein Sozialismus
Bernhard Fischer-Appelt ordnet Content Marketing in die Markenführung ein.
Matthias Schrader: Content Marketing hat nichts mit Storytelling zu tun
Matthias Schrader setzt auf "Content-Mengen" bei hoher, aber nicht zu hoher Qualität.
Kommt aus euren Silos raus
Lars Cords spielt Mediator zwischen Strerath und Knüwer.
Willkommen in der Relevanzzone
Stefan Kolle fasst sich kurz und trifft es trotzdem sehr gut: "'[Menschen] lesen, was sie interessiert. Und manchmal ist’s eine Anzeige.' Ersetzt man Anzeige durch Social-Media-Post, Film oder Youtube-Tutorial, hat man die Kraft des Content-Marketings im Netz perfekt beschrieben."
Kerstin Hoffmann: Zu viel Content nervt
Kerstin "PR-Doktor" Hoffmann findet den quantitativen Ansatz von Matthias Schrader völlig daneben.
Karsten Lohmeyer über Content Marketing: Ich bastele mir meinen eigenen Gral
Und schließlich gibt Karsten Lohmeyer als Journalist zu bedenken, dass Journalisten seit Jahrzehnten Content erschaffen und plädiert für native Reichweite, wenngleich dafür auch mal ein Taler die Hand wechseln darf.
Die liegt, wie so oft, irgendwo dazwischen. Deswegen gebe ich auch meinen Senf dazu - und zwar unter dem Titel: "Image not found - Content Marketing im Markenauf- und ausbau. Wo es hilft und wie Sie groben Unfug vermeiden". Ich gehe das Thema, wie alles im Marketing, nicht so bierernst und verbissen an. Content Marketing ist keine Naturwissenschaft. Wir haben es in der Kommunikation immer und überall mit Menschen zu tun, und die sind in der Regel nur bis zu einem gewissen Grad berechenbar. Das macht es spannend. Und anstrengend.
Nach der Klärung, was sich hinter dem Buzzword "Content Marketing" verbirgt, klären wir, was überhaupt eine Marke ausmacht, um Content Marketing in die Markenkommunikation einzuordnen. Wir spielen die Vermarktung von Inhalten einmal bis zum Endgegner durch und bauen auf Nebenschauplätzen die theoretischen Grundlagen auf. Dabei trinken wir Kaffee. Fragen sind erlaubt und erwünscht. Exklusiv und nur auf dem Rittergut Remeringhausen: Buzzword-Bingo mit einem tollen Preis (Gut, im Original stand noch "Bullshit-Bingo", aber wir wollen ja nicht zu defätistisch sein.).
Klingt doch sensationell, oder? Also, wer Lust und Zeit hat und sich nebenbei das tolle Rittergut Remeringhausen ansehen will, ist herzlich eingeladen. Zur Anmeldung geht es hier entlang.