Ein Mann ist keine Agentur – und eine Frau auch nicht

Autor: Sascha Nieroba || Datum: 23. Januar 2014 || Thema: Werbewelt

Sich am Markt gut aufzustellen, ist gerade für Freiberufler extrem wichtig. Gesunder Größenwahn, gepaart mit einem guten Esslöffel Arroganz, lässt uns morgens überhaupt erst aufstehen. Manchen genügt der Glaube daran, der Menschheit mit ihrer Anwesenheit etwas Gutes zu tun, die Gesellschaft mit ihrer Dienstleistung zu verbessern. Das sei ihnen unbenommen. Sehen wir es zudem für die nächsten paar Zeilen so, als würden wir alle primär unseren Lebensunterhalt aufbessern wollen.

Manchen allerdings steigt das alles zu Kopf. Da wird aus einem Webdesign-Freelancer mit dem Gabler im Bücherregal plötzlich eine Werbeagentur. Ein Grafiker, der seinem Kunden gerade erfolgreich eine Werbeanzeige im Vereinsheft des lokalen Tennisclubs verkauft hat, ist plötzlich Mediaagentur. Und der Programmierer, dessen Kunde sein verschmitztes „Schön, dass Sie uns gefunden haben“ auf der Startseite gelobt hat, macht ab sofort in „Full Service“.

Hier vermischt sich selbstbewusstes Auftreten mit der Vorspiegelung falscher Tatsachen. Denn ganz gleich, wie gut dein Netzwerk ist, wenn du ausfällst, steht der Kunde im Regen da. Ohne Schirmchen. Und womöglich mit heruntergelassener Hose, wenn er anderen verpflichtet ist. Das ist nicht schön. Ganz abgesehen davon, was dir rechtlich blüht, wenn es um Schadenersatzforderungen geht – und du alleine nun mal selten eine beschränkt haftende Gesellschaft mit dir selbst gegründet haben dürftest.

Freelancer sind super: flexibel, beweglich, schnell, kompetent, vernetzt, Profis auf ihrem Gebiet, haben große Fachkenntnis, sind immer auf dem neusten Stand (weil sie müssen), sind Konsultative, Exekutive und Kreative in Personalunion. Aber unterm Strich Einzelkämpfer.

Und das reicht auch.

Lassen Sie uns einen Kaffee trinken!

Frisch aufgebrüht aus handgemahlenen Bohnen, Pads, Kapseln oder aber der gute, alte Bröselkaffee zum Aufgießen: Es wird alles getrunken! Und wenn die Unterhaltung dann noch nett ist, brauchen wir auch keine Kekse.

Eigentlich hätte ich hier gerne ein Kontaktformular. Aber der Aufwand für die DSGVO und das ständige Löschen der Spamscherze sind mir zu blöd, genauso wie Captchas und doppelt und dreifache Opt-ins und -outs.

Also bitte einfach die üblichen Kontaktmöglichkeiten nutzen: hallo[at]nagelundkopf.de oder unter 0176 97661348 anrufen.

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über mich.

Strategietexter, Marketingreferent, Journalist, Autor. Papa. Geek. Läufer. Sänger. Bester Freund meines Hundes. Mag Trash-Filme, Gitarrenmusik, Bücher aus Papier und jede Form von Kaffee. Älter als AOL.

hünxe.

Ernsthaft? Ist das noch Land oder schon Dorf? Es ist beides. Und Wald. Viel Wald. Und herrlich. Vor allem ist es noch im wunderschönen Ruhrpott, auch wenn sich die Leute hier manchmal ein wenig vertun mit dem Niederrhein. Hinfahren, angucken, auf ‘nen Kaffee reinschneien und fachsimpeln. Themen gibt es hier genug. Und wer mich woanders braucht: Ich bin in einer Stunde in Köln oder Düsseldorf, in dreieinhalb Stunden in Hamburg oder Frankfurt, in sechs Stunden in München oder Paris.