Naming macht die halbe Marke oder: einführende Gedanken zur Namensfindung

Autor: Sascha Nieroba || Datum: 1. März 2014 || Thema: [Responsive] Branding

Brain Ulrich, Chelsey Pebbles May, Cheyenne-Jacqueline und Samentha-Juline können ein Lied davon singen: Ihre Eltern haben sich nicht gerade viel Mühe mit der Namensfindung für ihren Sprössling gegeben. Oder anders: Sie haben sich ganz einfach keine Gedanken darüber gemacht, wie dieser Name (u.a. auch in Verbindung mit einem deutschen Nachnamen) auf andere Menschen wirkt. „Chantalismus“ ist der Internet-Fachbegriff dafür und füllt nicht nur ein tumblr-blog.

Man möchte meinen, Unternehmen gingen die Sache mit dem Naming ihrer Produkte professioneller an. Viele machen das durchaus, sind sie rein markenrechtlich zu einer sorgfältigen Recherche gezwungen. Aber wie sieht es mit Existenzgründern aus, mit Start-ups? Solch ein Namensfindungsprozess ist eine kostspielige Angelegenheit, wenn man sie komplett aus der Hand gibt. Manche Agenturen rufen da gleich mal Beträge jenseits der 10.000 Euro auf. Doch man kann die Kosten mit ein wenig gesundem Menschenverstand minimieren. Ein paar Fragen sollen an dieser Stelle helfen (die natürlich weder eine profunde Analyse des Marktes ersetzen noch alle individuellen Aspekte einer Namensfindung beinhalten):

  • Das Wichtigste zu Beginn: Gibt es Mitbewerber und wie heißen diese?
  • Wer ist deine Zielgruppe?
  • Wonach, also: nach welchen Begriffen, suchen potenzielle Nutzer deines Angebotes im Internet, um dich zu finden?
  • Welche Assoziationen soll der Name wecken, welche Emotionen sollen User und Kunden mit dem Namen verbinden?
  • Soll die Domain selbsterklärend sein oder soll ein Kunstwort zur Marke aufgebaut werden oder eine Mischung aus beidem?
  • Stell dir die zukünftige Pressearbeit vor: In welchen Magazinen soll deine Marke, dein Portal, deine Dienstleistung, soll das Angebot besprochen werden? Wer redet darüber?
  • Kann der Domainname problemlos mündlich weitergegeben werden, bspw. im Radio, ohne ihn buchstabieren oder auf besondere Schreibweisen hinweisen zu müssen?
  • Und selbstredend: Ist die Domain, falls der Name aus mehreren Begriffen besteht, mit und ohne Bindestrich noch frei?
  • Ist der Name auch ohne reservierte Domain geschützt oder in Gebrauch?
  • Klingt der Name gut? Lässt er sich gut aus- und rhythmisch sprechen? Hat er eine angenehme Sprachmelodie? Kann man ihn sich nach einmaligem Hören merken? Wie ist das Schriftbild?

Einige der Fragen lassen sich recht einfach beantworten, andere verlangen ausgiebiges, ungefiltertes Brainstorming, wildes Assoziieren, Listenmachen und Zulassen. Und einige wenige müssen zwingend aus der Sicht des Markenaufbaus beantwortet werden. Dabei sollte dann, wenn möglich, eine Fachfrau oder ein Fachmann helfen (<Werbung>Findest du im Impressum.</Werbung>).

Einigen Aspekten werde ich mich in den nächsten Wochen detaillierter widmen.

Lassen Sie uns einen Kaffee trinken!

Frisch aufgebrüht aus handgemahlenen Bohnen, Pads, Kapseln oder aber der gute, alte Bröselkaffee zum Aufgießen: Es wird alles getrunken! Und wenn die Unterhaltung dann noch nett ist, brauchen wir auch keine Kekse.

Eigentlich hätte ich hier gerne ein Kontaktformular. Aber der Aufwand für die DSGVO und das ständige Löschen der Spamscherze sind mir zu blöd, genauso wie Captchas und doppelt und dreifache Opt-ins und -outs.

Also bitte einfach die üblichen Kontaktmöglichkeiten nutzen: hallo[at]nagelundkopf.de oder unter 0176 97661348 anrufen.

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über mich.

Strategietexter, Marketingreferent, Journalist, Autor. Papa. Geek. Läufer. Sänger. Bester Freund meines Hundes. Mag Trash-Filme, Gitarrenmusik, Bücher aus Papier und jede Form von Kaffee. Älter als AOL.

hünxe.

Ernsthaft? Ist das noch Land oder schon Dorf? Es ist beides. Und Wald. Viel Wald. Und herrlich. Vor allem ist es noch im wunderschönen Ruhrpott, auch wenn sich die Leute hier manchmal ein wenig vertun mit dem Niederrhein. Hinfahren, angucken, auf ‘nen Kaffee reinschneien und fachsimpeln. Themen gibt es hier genug. Und wer mich woanders braucht: Ich bin in einer Stunde in Köln oder Düsseldorf, in dreieinhalb Stunden in Hamburg oder Frankfurt, in sechs Stunden in München oder Paris.