Probetexten für lau? Leckt mich!

Autor: Sascha Nieroba || Datum: 24. März 2014 || Thema: Tipps

Ok, es wird ein bisschen explizit auf den nächsten Zeilen, aber ich habe die Schnauze gerade gestrichen voll. Die Schnorrermentalität bei Unternehmen scheint Überhand zu nehmen – und auf Agenturen überzugreifen.

Anlass für den Rant ist die Anfrage eines sehr großen Reiseanbieters über eine Agentur aus England. Gefordert werden Texte mehrerer Autoren zu einem vorgegebenen Thema. Das Briefing umfasst 12 englischsprachige Seiten Text. Die Agentur hat die ersten Texte ihrer Autoren kostenfrei zu liefern und fragt ebendiese honorarfrei bei Textern an. Dass die Agentur bei diesem schimmeligen Spiel mitmacht, ist ihre Sache. Dass der Pitch aber durch unbezahlte Freelancer gewonnen werden soll, ist einfach nur dreist. Und zum Kotzen.

Niemand kommt auf die Idee, die Bäckereien seiner Nachbarschaft abzuklappern und bei jeder ein Brötchen mitzunehmen mit dem Hinweis, dies sei ein Probebrötchen und man werde sich dann später entscheiden, bei wem man die volle Tüte kauft. Niemand macht das. Niemand lässt sein Auto probereparieren. Niemand lässt einen Frisör probehaareschneiden. Niemand geht zum Probegucken ins Kino. Niemand. Warum, zur Hölle, soll ich also für lau probetexten?

Leute, fordert Referenzen ein, lest Arbeitsproben, macht euch, verdammt noch mal, die Mühe, eure Mitarbeiter kennenzulernen. Oder zahlt für die Arbeit, die wir uns für euch machen. Auch wenn „es ja nur ein ganz kurzer Text ist“. Ein Brötchen ist auch nur „ein ganz kleines Brot“. Das kann doch nicht so schwer zu verstehen sein, verdammte Axt!

Lassen Sie uns einen Kaffee trinken!

Frisch aufgebrüht aus handgemahlenen Bohnen, Pads, Kapseln oder aber der gute, alte Bröselkaffee zum Aufgießen: Es wird alles getrunken! Und wenn die Unterhaltung dann noch nett ist, brauchen wir auch keine Kekse.

Eigentlich hätte ich hier gerne ein Kontaktformular. Aber der Aufwand für die DSGVO und das ständige Löschen der Spamscherze sind mir zu blöd, genauso wie Captchas und doppelt und dreifache Opt-ins und -outs.

Also bitte einfach die üblichen Kontaktmöglichkeiten nutzen: hallo[at]nagelundkopf.de oder unter 0176 97661348 anrufen.

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über mich.

Strategietexter, Marketingreferent, Journalist, Autor. Papa. Geek. Läufer. Sänger. Bester Freund meines Hundes. Mag Trash-Filme, Gitarrenmusik, Bücher aus Papier und jede Form von Kaffee. Älter als AOL.

hünxe.

Ernsthaft? Ist das noch Land oder schon Dorf? Es ist beides. Und Wald. Viel Wald. Und herrlich. Vor allem ist es noch im wunderschönen Ruhrpott, auch wenn sich die Leute hier manchmal ein wenig vertun mit dem Niederrhein. Hinfahren, angucken, auf ‘nen Kaffee reinschneien und fachsimpeln. Themen gibt es hier genug. Und wer mich woanders braucht: Ich bin in einer Stunde in Köln oder Düsseldorf, in dreieinhalb Stunden in Hamburg oder Frankfurt, in sechs Stunden in München oder Paris.