Texten und SEO-Texten sind zwei verschiedene Paar Füße

Autor: Sascha Nieroba || Datum: 29. Januar 2014 || Thema: Digitalien

Ich werde immer mal wieder gefragt: Schreibst du auch reine SEO-Texte? Die Antwort ist zumeist: Nein. Das hat natürlich vorranging damit zu tun, dass SEO-Texten eher was für einen Nebenjob ist, weil man sich von der Bezahlung schwerlich ernähren kann, es sei denn, man schrubbt mehrere tausend Wörter am Tag. Denn bei Worthonoraren von ein bis fünf Cent müsste ich monatlich den Umfang eines Taschenbuches runterreißen, um davon leben zu können. Das hat mit Qualität nichts zu tun, sondern mit Groschenheften.

Gerät man als Texter an eine Agentur, die sich auf Suchmaschinenmarketing spezialisiert hat, geht der Spaß erst richtig los. Dann ficht macht täglich den Kampf der Corporate Language gegen Robot(er)texte. Selbstverständlich ist das an dieser Stelle überspitzt, trifft den Kern des Problems aber genau. Unternehmen mit ähnlichem oder gar deckungsgleichem Leistungsspektrum lassen sich gerne davon überzeugen, dass sie nur dann Erfolg am Markt haben werden, wenn sie bei Google, Bing, Yahoo, DuckDuckGo oder wo auch immer vor dem Mitbewerber auftauchen. Vielleicht ist das so. Ich halte das für eine Mär. Bei vielen Produkten oder Dienstleistungen ist der Eindruck viel wichtiger, den ich beim Besuch einer Unternehmenswebsite habe. SEO-Texte auf der Startseite (und eigentlich überall) sind nahezu austauschbare Stereotype. Besucht mal die Websites von SEO-Ninjas, da springt euch nach der Headline (mit Keyword) ein Anreißer (mit Keyword) an, gefolgt von einer weiteren Überschrift (mit Keyword), einem Stück Text, noch einer Überschrift (Google mag Struktur), der unvermeidlichen Aufzählung (Google mag Listen) und einem Abbinder (mit Keyword). Manche Spezialisten fetten dazu noch einzelne wichtige Passagen. Dieser Aufbau ist überall gleich. Wie langweilig!

Für viele Unternehmen ist es ganz im Gegenteil viel wichtiger, sich durch eine eigene Sprache auszuzeichnen. Zu überraschen. Sie sollten Erwartungshaltungsdurchbrecher sein. Individualisten. Ohne Förmchen auskommen, sondern selbst und eigene Strukturen schaffen.

Und wenn dann noch die Grundregeln der Suchmaschinenoptimierung vom freundlichen Texter aus der Nachbarschaft berücksichtigt werden, dann klappt’s auch mit dem Ranking.

Lassen Sie uns einen Kaffee trinken!

Frisch aufgebrüht aus handgemahlenen Bohnen, Pads, Kapseln oder aber der gute, alte Bröselkaffee zum Aufgießen: Es wird alles getrunken! Und wenn die Unterhaltung dann noch nett ist, brauchen wir auch keine Kekse.

Eigentlich hätte ich hier gerne ein Kontaktformular. Aber der Aufwand für die DSGVO und das ständige Löschen der Spamscherze sind mir zu blöd, genauso wie Captchas und doppelt und dreifache Opt-ins und -outs.

Also bitte einfach die üblichen Kontaktmöglichkeiten nutzen: hallo[at]nagelundkopf.de oder unter 0176 97661348 anrufen.

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über mich.

Strategietexter, Marketingreferent, Journalist, Autor. Papa. Geek. Läufer. Sänger. Bester Freund meines Hundes. Mag Trash-Filme, Gitarrenmusik, Bücher aus Papier und jede Form von Kaffee. Älter als AOL.

hünxe.

Ernsthaft? Ist das noch Land oder schon Dorf? Es ist beides. Und Wald. Viel Wald. Und herrlich. Vor allem ist es noch im wunderschönen Ruhrpott, auch wenn sich die Leute hier manchmal ein wenig vertun mit dem Niederrhein. Hinfahren, angucken, auf ‘nen Kaffee reinschneien und fachsimpeln. Themen gibt es hier genug. Und wer mich woanders braucht: Ich bin in einer Stunde in Köln oder Düsseldorf, in dreieinhalb Stunden in Hamburg oder Frankfurt, in sechs Stunden in München oder Paris.