Warum Google+ Facebook ablösen kann

Autor: Sascha Nieroba || Datum: 5. Januar 2013 || Thema: Social Relations

Klingt realitätsfern? Klar doch, im Moment spricht alles gegen das Netzwerk der Suchmaschine. Aber es wird nicht so bleiben. Woher ich das weiß? Ich gehe von meiner eigenen Nutzung aus – und die findet zu 85% auf dem Tablet statt. Denn:

Google+ ist ein mobiles Netzwerk

ansicht-des-streams-in-der-tablet-app-von-google+
Ansicht des Streams in der Tablet-App von Google+

Ich kann nicht verstehen, warum sich das noch nicht herumgesprochen hat. Facebook ist der Platzhirsch auf dem PC, und das wird es auch noch lange bleiben. Erst kürzlich haben die Zuckerberg-Jungs zwar endlich eine native Android-App veröffentlicht, aber ein Surfvergnügen sieht anders aus. Manchmal passen die Fotos in der Chronik, manchmal sind sie viel zu groß. Funktionen übers Kommentieren hinaus? Mau. Sieht man sich im direkten Vergleich die Google+-App an, fragt man sich zwangsläufig, warum bislang nur verhältnismäßig Wenige den Um- oder Einstieg gewagt haben. Klar, die Zahlen, die Google unters Volk haut, lesen sich hervorragend, aber was nutzen mir über 400 Mio. Nutzer, wenn ich von diesen nur dreizehn kenne? Denn:

Noch fehlt der Mainstream

Google+ ist noch viel zu nerdy. Es treiben sich in meiner Wahrnehmung vor allem Menschen herum, die im Kommunikationssektor arbeiten, also PRler, Werber, Agenturleute, Social-Media-Ninjas – und Vertriebler. Aber Letztere sind ja immer sofort dabei, um ihren MLM-Dreck in die Menge zu rühren. Das hat auch Google erkannt und beginnt dieser Tage damit, neue Nutzer mittels aktueller Nutzungsszenarien an sein Netzwerk heranzuführen. Zum Beispiel über die in meinen Augen genialen Hangouts.

Das ist freilich ein kluger Kniff: Ein Feature herauszugreifen und damit auf das Gesamtprodukt aufmerksam zu machen. Denn wer weiß: Vielleicht ist ja der Rest, den man mit Google+ so anstellen kann, auch nicht übel?

Die neuen Communitys zum Beispiel

Jene sind vergleichbar den Facebook-Gruppen, doch auch hier gilt: Die mobile Usability ist ungleich besser. Das vertikale Scrollen im Portrait- und das horizontale im Landscape-Modus gehen bei weitem besser vom Finger als das einspaltige Design-Desaster des blauen Kontrahenten. Klingt schwer nach Fanboy? Mag sein. Ändert aber nichts. Ich nutze Facebook zum Aufrechterhalten der Kontakte, die ich sonst garantiert aus den Augen verlieren würde. Aktuelle Kontakte pflege ich allerdings lieber bei G+. Private Communitys helfen dabei, ebenso wie die öffentlichen Interessengruppen zum Kennenlernen von Menschen mit Meinungen.

Warum also nicht mal ausprobieren?

Genau! Ist doch ganz einfach, guckt einfach mal rein. Datenkraken sind alle kostenlosen Online-Dienste, da sollte sich niemand etwas vormachen. Zu kompliziert? Bullshit! Selbst meine Schwiegermutter ist dabei und fühlt sich wohl. Keine Ausreden!

Lassen Sie uns einen Kaffee trinken!

Frisch aufgebrüht aus handgemahlenen Bohnen, Pads, Kapseln oder aber der gute, alte Bröselkaffee zum Aufgießen: Es wird alles getrunken! Und wenn die Unterhaltung dann noch nett ist, brauchen wir auch keine Kekse.

Eigentlich hätte ich hier gerne ein Kontaktformular. Aber der Aufwand für die DSGVO und das ständige Löschen der Spamscherze sind mir zu blöd, genauso wie Captchas und doppelt und dreifache Opt-ins und -outs.

Also bitte einfach die üblichen Kontaktmöglichkeiten nutzen: hallo[at]nagelundkopf.de oder unter 0176 97661348 anrufen.

impressum

nagel&kopf (gilt auch für die Facebook-Seite)

copywriting | brand strategy


sascha nieroba

am mühlenbach 22

46569 hünxe

mailto: hallo@nagelundkopf.de

fon: 0176 97661348

über mich.

Strategietexter, Marketingreferent, Journalist, Autor. Papa. Geek. Läufer. Sänger. Bester Freund meines Hundes. Mag Trash-Filme, Gitarrenmusik, Bücher aus Papier und jede Form von Kaffee. Älter als AOL.

hünxe.

Ernsthaft? Ist das noch Land oder schon Dorf? Es ist beides. Und Wald. Viel Wald. Und herrlich. Vor allem ist es noch im wunderschönen Ruhrpott, auch wenn sich die Leute hier manchmal ein wenig vertun mit dem Niederrhein. Hinfahren, angucken, auf ‘nen Kaffee reinschneien und fachsimpeln. Themen gibt es hier genug. Und wer mich woanders braucht: Ich bin in einer Stunde in Köln oder Düsseldorf, in dreieinhalb Stunden in Hamburg oder Frankfurt, in sechs Stunden in München oder Paris.